Sicherheit in Verbindungen

"Wir Menschen brauchen wieder sichere Verbindungen. 🤍"


Heute habe ich diesen Satz gelesen und er hat etwas in mir berührt.


In den letzten Jahren ist mir immer bewusster geworden, wie sehr unser Nervensystem nach Sicherheit sucht. Nicht nach Perfektion. Nicht nach Menschen, die immer einer Meinung mit uns sind.


Sondern nach Beziehungen, in denen wir sein dürfen.


Wo wir Fehler machen dürfen.

Wo unterschiedliche Sichtweisen Platz haben.

Wo wir ausreden dürfen.

Wo wir nicht ständig überlegen müssen, wie wir etwas formulieren, damit es nicht gegen uns verwendet wird.

Wo Missverständnisse geklärt werden können, anstatt verdreht zu werden.

Wo Verbindung wichtiger ist als Rechthaben.


Manchmal merken wir erst durch schmerzhafte Begegnungen, dass sich etwas nicht mehr sicher anfühlt. Und genau dort beginnt oft eine wichtige Frage:


Wo fühle ich mich eigentlich wirklich sicher?


Nicht: Wer ist schuld?

Nicht: Wie bringe ich den anderen dazu, sich zu verändern?


Sondern:

Bei welchen Menschen kann ich mich zeigen, ohne mich ständig schützen zu müssen?

Wer hört mir wirklich zu?

Wer ist neugierig auf meine Perspektive, auch wenn sie sich von der eigenen unterscheidet?

Bei wem darf ich Ecken und Kanten haben, ohne dafür Liebe, Respekt oder Zugehörigkeit zu verlieren?


Sichere Beziehungen bedeuten nicht, dass es keine Konflikte gibt.


Sie bedeuten, dass die Beziehung einen Konflikt aushält.

Dass beide bereit sind zuzuhören.

Dass Verantwortung übernommen werden kann.

Dass Unterschiede nicht automatisch zu einem Angriff werden.


Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Fragen für unser Leben:


Wo darf mein Nervensystem endlich aufhören, ständig in Alarmbereitschaft zu sein? 🤍

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