Kennst du diesen Moment, in dem eine einzige Situation plötzlich alles infrage stellt?
Eine Kritik. Ein Streit. Ein Blick. Eine Nachricht.
Und auf einmal beginnt dein Gehirn, Beweise zu sammeln.
"Vielleicht stimmt es ja..."
"Vielleicht bin ich wirklich zu sensibel."
"Vielleicht bin ich doch keine gute Mutter."
"Vielleicht wenden sich deshalb Menschen von mir ab."...
Und obwohl es gleichzeitig Menschen gibt, die dich lieben, dir vertrauen und sich bei dir sicher fühlen, scheint dein Blick nur noch auf das zu fallen, was weh tut.
Das nennt man manchmal einen emotionalen Tunnelblick.
Unser Nervensystem sucht in solchen Momentan nach Gefahr.
Es scannt unser Leben nach weiteren "Beweisen", dass die Angst wahr sein könnte.
Plötzlich vergisst du all die schönen Begegnungen.
Das ehrliche Lachen mit deinem Kind.
Die Umarmung deiner Freundin.
Die Nachricht einer Klientin, die schreibt: "Bei dir fühle ich mich endlich sicher."
Alles tritt in den Hintergrund.
Nicht, weil es nicht existiert.
Sondern weil dein Nervensystem gerade versucht, dich zu schützen.
Und genau dann brauchen wir etwas ganz anderes als noch mehr Selbstkritik.
Wir brauchen einen Moment, in dem wir innehalten und uns fragen:
Ist das gerade die ganze Wahrheit – oder nur der Ausschnitt, den meine Angst mir gerade zeigt?
Denn beides ist nicht dasselbe. 🤍
Ich habe eine Übung für dich, wie dein Gehirn merkt:
Eine Meinung ist nicht dieselbe Sache wie eine Tatsache.
Ps: Meine Arbeit und Aussagen ersetzen keine Arbeit eines Arztes oder Therapeuten

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