Jeder Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens Strategien, um mit Konflikten umzugehen.
Und wie wir das tun, hat oft viel mit unserer Kindheit zu tun.
Wie haben meine Eltern gestritten?
Wurde geredet – oder geschwiegen?
Wie wurde mit mir umgegangen, wenn es schwierig wurde?
Aus genau diesen Erfahrungen entstehen unsere heutigen Muster.
Eine dieser Strategien möchte ich heute beleuchten: Schweigen.
Schweigen und aushalten.
Warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist.
Hoffen, dass der andere es irgendwann vergisst.
Im Zweifel lieber einen Kontaktabbruch in Kauf nehmen anstatt ins Gespräch zu gehen.
Ja, Schweigen kann sich wie Selbstschutz anfühlen.
Wie Kontrolle. Wie Sicherheit.
Doch ein ungelöster Konflikt verschwindet nicht.
Er bleibt – in dir.
Und er hinterlässt Spuren im Gegenüber.
Denn durch Schweigen nimmst du dem anderen die Möglichkeit, sich zu erklären, sich zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen.
Und trotzdem kann genau dieses Schweigen tiefer verletzen als ehrliche Worte.
Ich kenne dieses Muster aus meiner eigenen Geschichte.
Tagelanges Schweigen, wenn ich etwas „nicht richtig“ gemacht habe.
Für ein Kind bedeutet das:
Ich muss mich anpassen. Ich muss wieder „brav“ sein.
Ohne wirklich zu verstehen, was eigentlich los ist.
So entsteht emotionale Unsicherheit.
Heute weiß ich:
Die Wahrheit kann treffen.
Aber sie schafft Klarheit.
Und Klarheit ist langfristig heilsamer als ein unehrliches Lächeln oder aufgesetzte Nettigkeit.
Gerade feinfühlige Menschen spüren, wenn etwas unauthentisch ist.
Wenn Schweigen auch deine antrainierte Strategie ist und du spürst, dass du das verändern möchtest –
für dich. Für deine Familie. Für deine Beziehungen.
Dann melde dich gerne bei mir. 🤍
Mit Körperwahrnehmung, Gesprächen und/oder dem Systembrett entwickeln wir neue Wege im Umgang mit Konflikten – und integrieren sie Schritt für Schritt in deinen Alltag.

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